Das schreibt das bayerische Genossenschaftsblatt "Profil" über uns:

Volksbank Raiffeisenbank Würzburg: Innovativ nach „Happiness“-Fortbildung

Die Volksbank Raiffeisenbank Würzburg beschäftigt sich seit 2016 intensiv mit ihrer
Unternehmenskultur. Auslöser dafür waren einerseits veränderte Rahmenbedingungen wie etwa die Digitalisierung und andererseits die Entwicklung in der Bank zu einem zukunftsorientierten Unternehmen. „Um auf die Herausforderungen zu reagieren, haben wir bei uns massiv in den Werte- und Kulturprozess investiert, da wir der festen Überzeugung sind, dass nur ein funktionierendes Team die Anforderungen der Zukunft meistern kann“, sagt Vorstand Joachim Erhard.
Im ersten Schritt kooperierte die Bank mit dem Unternehmen „Corporate Happiness“. 20 Mitarbeiter aus allen Hierarchien und Bereichen durchliefen ein 13-monatiges Ausbildungsprogramm. Sie sollten als „Corporate-Happiness-Botschafter“ den Kulturwandel in der Bank vorantreiben und die Kollegen dafür sensibilisieren. „Das Programm war sehr wertvoll für uns, da wir uns mit fundamentalen Fragen unseres täglichen Handelns beschäftigt haben“, sagt Erhard.

Joachim Erhard


In der Folge setzten sich ohne externe Begleitung zahlreiche Mitarbeiter mit der Unternehmenskultur auseinander. Sie diskutierten in Workshops und Arbeitsgruppen grundlegende Themen, beispielsweise: Für welche Werte wollen wir einstehen? Was für Führungsgrundsätze sollen die leitenden Angestellten vertreten? Mit welcher Strategie möchten wir auf die Herausforderungen reagieren?
Auf diese Weise entstand im Laufe der Jahre 2017 und 2018 ein neues Unternehmensleitbild. Es basiert auf zehn Werten, für die Bank und Mitarbeiter einstehen wollen. Dazu gehören Zuverlässigkeit, Freude oder Dynamik. „Das Leitbild entstand mit viel Engagement und wurde anschließend ausführlich im Haus kommuniziert und diskutiert“, sagt Erhard. Um es prägnant zu verpacken, entstand der Slogan „Gemeinsam.Zukunft.Gestalten“. Er symbolisiert den eingeschlagenen Weg zur gemeinschaftlichen „MitMachBank“ für Mitarbeiter und Mitglieder.
Neben dem Leitbild entwickelten die Mitarbeiter aus den Werten eine neue Grundstrategie und leiteten Führungsgrundsätze ab. „Nur wenn wir ein einheitliches Führungsverständnis haben, können wir die festgelegten Werte in der Praxis umsetzen“, sagt Erhard. Ebenso wurde die jährliche Mitarbeiterbefragung überarbeitet und am Leitbild orientiert.
Ein Ziel der neuen Unternehmenskultur ist es, aktuelle Trends dynamisch aufzugreifen. Dieses Vorhaben trägt bereits Früchte. Beispielsweise hat das Kreditinstitut im Herbst 2018 die Crowdinvesting-Plattform VR-Crowd aufgebaut. Anleger können über die Plattform in regionale Unternehmen investieren. Ein weiteres Beispiel ist der VR-Energieservice. Dabei übernimmt die Bank eine Maklerfunktion und vermittelt gegen Provision die Leistungen von zwölf Strom- und Gasversorgern an ihre Kunden. „Bei Projektarbeiten hat sich die Geschwindigkeit deutlich erhöht und das Miteinander spürbar verbessert“, sagt Erhard.
Um die veränderte Kultur weiterzutreiben, hat die Volksbank Raiffeisenbank Würzburg eine Beauftragtenstelle geschaffen. Diese Position übernimmt Bettina Schmitt. Sie erstellt Konzepte, setzt Maßnahmen um und trägt neue Erkenntnisse in die Bank. Dafür stehen ihr pro Woche 16 Stunden zur Verfügung.

„Wir sind davon überzeugt, dass wir den Erfolg der Maßnahmen langfristig auch in den betriebswirtschaftlichen Zahlen wiederfinden werden."

Die Bank ist überzeugt, dass der eingeschlagene Weg richtig ist. „Ein Anfang ist gemacht. In den kommenden Monaten werden wir die Unternehmenskultur mit einem gestärkten Team weiterentwickeln.
Wir sind davon überzeugt, dass wir den Erfolg der Maßnahmen langfristig auch in den betriebswirtschaftlichen Zahlen wiederfinden werden“, sagt Erhard. Dafür müsse die Unternehmenskultur nachhaltig in der Bank verankert werden. Das funktioniere nur, wenn der Vorstand gemeinsam hinter den Maßnahmen steht, den Mitarbeitern Vertrauen schenkt und ihnen Freiheiten einräumt.

Autor: Christof Dahlmann, Redaktion „Profil“